Drei Kunstköder, eine Angelrolle und ein Raubfischkopf als freie Kohle-und-Pastell-Studie auf hellem Grund. Keine glatte Vektor-Komposition, kein Foto-Druck: Die fünf Studien wirken, als wären sie mit Kohle und Kreide schnell hingeworfen.
Produktbeschreibung
Das Angelköder T-Shirt trägt eine Sammlung loser Skizzen über die weiße Fläche, so wie sie in den stillen Minuten vor dem ersten Wurf auf ein Blatt geraten. Die Zeichnungen wirken wie mit Kohle und weichen Pastelltönen angelegt, in Violett, Kobaltblau und tiefem Schwarz, dazwischen wehen verwischte Farbwolken, die an Nebel über frühem Wasser denken lassen. Nichts wirkt technisch geplant, alles wirkt wie Bewegung und Beobachtung, schnell und wie aus dem Handgelenk. Man betrachtet das Shirt wie ein aufgeschlagenes Skizzenbuch, das versehentlich mit an den Tisch gekommen und dann offen liegen geblieben ist.
Oben links liegt ein Wobbler in Violett, die Nase spitz mit kleiner Öse, drei Drillinge an Schwanz, Bauch und Nase, der Umriss wie in rascher Kohle gezogen. Etwas tiefer, zur Mitte hin, folgt der zweite, schlanke Fischkörper mit kleiner Öse an der Nase. Je ein Haken hängt unter dem Bauch und am Schwanz, in zarter, fast beiläufig wirkender Tintenlinie. Unten rechts schwimmt der dritte Köder ins Bild, ein blau-violetter Wobbler mit kurzen Strichen auf der Flanke und zwei Drillingen, einer am Bauch, einer am Schwanz. Drei Köder im selben Strich, jeder aus einem anderen Winkel gesehen, jeder mit ein paar Strichen zu viel, als wäre die Hand gerade in Fahrt gewesen.
In der oberen rechten Ecke wird der Ton rauer. Dort steht eine große, grobe Kohle-Studie eines Raubfischkopfs, das Auge rund und wach, das Maul lang, spitz und fast geschlossen. Dunkle Wischflächen legen sich um den Schädel, als käme der Fisch eben erst aus dem Schatten. Es ist der eine, der einem nach dem Tag nicht mehr aus dem Sinn geht, und genau so grob und nah ist er festgehalten. Zwischen all dem windet sich in der Bildmitte eine spiralig angelegte Angelrolle, die Spule in Kreisen aufgebaut. Kurze Kritzelstriche und feiner Farbnebel in Blau und Violett füllen die Zwischenräume, ohne je in klare Formen zu kippen.
Der Rücken nimmt denselben Werkzeugkasten und ordnet ihn neu. Hier löst sich die Erzählung in eine fast kubistische Komposition auf, kantige Flächen schieben sich ineinander, in Violett, Blau, Grau und Schwarz, überzogen von dichten Kohle-Schraffuren. Unten links bleibt eine große Angelrolle erkennbar, mit konzentrischen Kreisen und angedeuteter Kurbel, der einzige feste Punkt in einem Feld aus übereinandergelegten Ausschnitten. Man liest Kisten, Gerät und Wasserflächen hinein, ohne dass sich davon etwas klar benennen ließe. So sieht man am Ende eines langen Morgens auf die eigene Ausrüstung, wenn Formen und Farben im Kopf schon ineinanderlaufen. Der Rücken wirkt dadurch wie das Echo der Vorderseite, nur lauter und dichter gepackt.
Eines sollte man beim Betrachten wissen: Die Kritzel bleiben Kritzel. Sie stellen keine Buchstaben und keine versteckten Worte dar, sie gehören zum schnellen Skizzenstil. Wer genau hinsieht, entdeckt trotzdem immer noch einen Haken, eine Öse oder eine Kurbel, die vorher untergegangen ist. Das Motiv ist als Skizzenblatt gestaltet und wird als feste Vorlage sauber auf den hellen Stoff gebracht, vorn die verstreuten Studien, hinten das dichte Farbfeld. Beide Seiten tragen denselben nervösen, wachen Strich.
Fünf Studien liegen lose über die Fläche verteilt, ohne Rahmen und ohne feste Reihenfolge. Der helle Grund lässt den Kohleschwärzen und den kühlen Blau- und Violetttönen viel Raum, sodass die Zeichnungen schon aus einigen Schritten Entfernung ihre Wirkung behalten. Von Nahem tauchen dann die feinen Linien auf, der Punkt im Fischauge, die einzelne Öse, der Strich, der eine Rute andeuten könnte. Dieses Angelköder T-Shirt ist für Menschen gemacht, die das Angeln als Handwerk und als stille Beobachtung verstehen und die eine ehrliche Zeichnung dem glatten Foto vorziehen. Es passt zum Vereinsabend genauso wie zum Feierabend am Steg und sagt jedem, der es sieht, dass hier einer das Wasser wirklich kennt.